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Diese Seite sammelt das Material, das Dr. Thomas Prüm über Jahre zu seinem Vorfahren Jodocus Prüm zusammengetragen hat — dem Bruder seines Ahns Sebastian Alois Prüm (1794–1871). Sie ergänzt das 2026 anlässlich des 150. Todestages erschienene, bebilderte Buch „Umbruch. Aufbruch." und das Engagement der Jodocus Prüm Stiftung, gegründet 2007 zum 200. Geburtstag.
Im Mittelpunkt stehen vier Themen:
- ein Lebensweg an einem Scharnier der Geschichte,
- die baulichen Projekte an der Mittelmosel,
- die Wurzeln der Winzerdynastie Prüm und
- die Bürgerstiftung, die sein Vermächtnis fortführt.
Seine Werke im Überblick
Wehlener Sonnenuhr · 1842
Die Sonnenuhr in den Schieferfelsen — heute Namensgeberin einer der bedeutendsten Rieslinglagen der Welt.
Alte Kirche · 1871
Umbau zu Armenwohnungen und Kleinkinderbewahranstalt. Seine Grabstätte liegt in der Krypta.
Kloster St. Barbara · 1868–1870
Wiederaufbau des beim Stadtbrand 1857 zerstörten Klosters in Bernkastel.
Kapelle Kautenbach · 1871–1874
Das erste Gotteshaus des kleinen Eifeldorfes — benediziert 1880 als „Maria Himmelfahrt".
Wallfahrtskirche Klausen · 1876
Sein letztes Projekt, während dessen er starb. Das Eberhardfässchen am Kirchturm erinnert an ihn.
Bürgerstiftung · seit 2007
Zum 200. Geburtstag von Dr. Jost und Dr. Eckart Prüm gegründet — sie führt sein Vermächtnis fort.
Ein Zeitzeuge der Umbrüche
Umbruch. Aufbruch. Durchbruch.
Jodocus ist ein Zeitzeuge eines Epochenbruchs hin zur Moderne — geboren als Franzose, gestorben als Preuße. Und gleichzeitig Zeit seines Lebens in einer Welt, in der das Mittelalter noch bis tief ins 19. Jahrhundert fortbestand. — Thomas Prüm, „Umbruch. Aufbruch." (2026)
Sein Zeitgenosse Karl Marx wurde 1818 ebenfalls als Sohn eines Moselweinbergsbesitzers geboren. Beide kannten die soziale Not der Moselwinzer. Sie antworteten verschieden: Jodocus mit Sozialprojekten, Marx mit Fundamentalkritik. Sie einte das Mitgefühl.